<
Nachrichten
Marktberichte
Analysen
>
Geändert am: 07.12.2022 22:08:31

Zinsängste und Rezessionssorgen: US-Börsen letztlich uneins -- SMI schliesst in Rot -- DAX geht leichter aus dem Handel -- Asiens Börsen schlussendlich im Minus

Der heimische Aktienmarkt zeigte sich zur Wochenmitte schwächer. Der deutsche Aktienmarkt blieb in der Verlustzone. Die US-Börsen zeigten sich am Mittwoch uneinheitlich. An den Börsen in Fernost dominierten am Mittwoch die Bären.

SCHWEIZ

Der Schweizer Aktienmarkt gab auch im Mittwochshandel nach.

Der SMI bewege sich auf rotem Terrain, nachdem er bereits in Rot in den Handel gestartet war. Der Schweizer Leitindex schloss 0,89 Prozent schwächer bei 11'009,95 Zählern.

Auch die Nebenwerteindizes SPI und SLI starteten tiefer und bewegten sich anschliessend in der Verlustzone. Der SPI ging 0,98 Prozent tiefer bei 14'019,42 Einheiten aus dem Handel und der SLI verlor schlussendlich 0,84 Prozent auf 1'680,41 Punkte.

Das Geschäft verlief in ruhigen Bahnen. "Die Umsätze waren moderat. Es fehlten Impulse für stärkere Kursausschläge", sagte ein Händler. Vor den Inflationsdaten aus den USA und den Zinsbeschlüssen der US-Notenbank Fed, der Europäischen Zentralbank (EZB) und Schweizerischen Nationalbank (SNB) in der kommenden Woche wolle sich niemand zu weit aus dem Fenster lehnen. Daher kam es nach der kräftigen Erholung der Vormonate nun zu Gewinnmitnahmen.

Die angekündigten Lockerungen in der strikten Null-COVID-Politik in China konnten dem Markt derweil keine positiven Impulse verleihen. Denn dies habe sich in den vergangenen Tagen bereits abgezeichnet, hiess es. Zudem sind Chinas Exporte im November erneut stark zurückgegangen. Schuld daran sind unter anderem die schwache globale Nachfrage durch hohe Inflation und Energiepreise sowie Lieferkettenprobleme. Bei den Anlegern machten sich neben den Zinssorgen nun vermehrt Rezessionsängste breit.

DEUTSCHLAND

Anleger am deutschen Aktienmarkt hielten sich am Mittwoch zurück.

Der DAX eröffnete die Sitzung tiefer. Im Laufe des Vormittags drehte er kurzzeitig in die Gewinnzone, gab danach aber erneut ab. Das deutsche Börsenbarometer ging 0,57 Prozent tiefer bei 14'261,19 Einheiten in den Feierabend.

Dem DAX fehlte auf seinem hohen Kursniveau die Kraft für weitere Gewinne. Am Mittwoch bekam der deutsche Leitindex zudem Gegenwind von den Börsen in Übersee. Dass die hiesige Industrieproduktion im Oktober zum Vormonat weniger als erwartet zurückgegangen und im September stärker als zunächst berichtet gestiegen war, half dem DAX nicht.

"Die Tristesse geht weiter", schrieb Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. "Seit dem steilen Anstieg Anfang November als Reaktion auf die rückläufige US-Inflationsrate pendelt der deutsche Leitindex per saldo seitwärts." Ein Ausbruch über die Marke von 14'600 Punkten "ist mit den gestrigen Verlusten an den US-Börsen erst mal in weitere Ferne gerückt." Nach unten könnte indes der Bereich um 14'150 Zähler - das untere Ende der Handelsspanne der vergangenen dreieinhalb Wochen - "eine bedeutende Marke werden".

Es sei indes nicht untypisch, dass die Investitionsbereitschaft in Richtung Jahresende nachlasse, erklärte der Experte. Zudem sei vor den anstehenden Zinssitzungen der US-Notenbank Fed sowie der Europäischen Zentralbank (EZB) "die Angst noch einmal grösser, auf der falschen Seite positioniert zu sein".

An den US-Börsen, wo es am Dienstag wegen der Sorgen vor einer sich weiter drehenden Zinsspirale erneut bergab gegangen war, stehen die Zeichen auf einen weiteren Rückgang. Auch in China und Hongkong gab es Kursverluste, da neuerliche Lockerungen der Null-COVID-Politik von schwachen chinesischen Aussenhandelsdaten in den Hintergrund gedrängt wurden. Von diesem Abschwung war auch Deutschland deutlich betroffen, erklärte Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker Robomarkets unter Verweis auf das deutlich geschrumpfte Handelsvolumen beider Länder im November.

WALL STREET

Nach dem schwachen Wochenauftakt präsentieren sich die grossen US-Aktienindizes am Mittwoch uneins.

Der Dow Jones notierte zum Handelsstart etwas leichter und bewegte sich im Verlauf in einer engen Range um die Nulllinie. Letztlich notierte er nahezu unverändert bei 33'596,87 Punkten. Der NASDAQ Composite startete mit Abgaben. Im Anschluss fand er zeitweise den Weg an seinen Schlusskurs vom Vortag, fiel dann jedoch wieder ins Minus und beendete die Sitzung 0,51 Prozent schwächer bei 10'958,55 Zählern.

Nach zwei schwachen Börsentagen gab es auch am Mittwoch keine Gegenbewegung an der Wall Street. Zur Wochenmitte waren es enttäuschende Handelsdaten aus China, die die Börsen ausbremsten. Die chinesischen Im- und Exporte waren im November stark rückläufig und blieben hinter den Erwartungen zurück.

Belastet wurden die Börsen zudem seit Wochenbeginn von der Sorge, dass die US-Notenbank zur Bekämpfung der hohen Inflation ihren aggressiven Zinserhöhungskurs unvermindert fortsetzen könnte. Hinzu tritt die Angst vor einem massiven globalen wirtschaftlichen Abschwung aufgrund der Kaufzurückhaltung der Konsumenten.

Die geldpolitische Straffung der Fed in Verbindung mit der hartnäckigen Inflation könnte zu einer deutlichen Konjunkturabschwächung führen, warnten zuletzt auch führende US-Banker wie Jamie Dimon von JPMorgan und David Solomon vonGoldman Sachs.

"Die Befürchtung wächst, dass den Volkswirtschaften eine harte Zeit bevorsteht, wenn die fieberhafte Inflation und die bittere Zinsmedizin, mit der sie bekämpft werden soll, ihre Wirkung entfalten", so Susannah Streeter, Senior-Analystin bei Hargreaves Lansdown.

ASIEN

An den Börsen in Fernost dominierten am Mittwoch die Bären.

Der Nikkei gab in Tokio letztlich 0,72 Prozent auf 27'686,40 Punkte nach.

Auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite derweil 0,40 Prozent tiefer bei 3'199,62 Zählern. In Hongkong verlor der Hang Seng bis zum Handelsende deutliche 3,22 Prozent auf 18'814,82 Punkte.

Die bekannte Kombination aus Zinsängsten und Rezessionssorgen bremste am Mittwoch die asiatischen Börsen. Bereits an der Wall Street hatte diese Kombination am Vorabend für Verkäufe gesorgt. Die Sorgen über einen wirtschaftlichen Abschwung waren am Vorabend durch entsprechend kritische Äusserungen aus dem Kreise grosser US-Banken geschürt worden. Verstärkt werden diese durch erneute Belege über die wirtschaftliche Schwäche in China bzw. der globalen Konjunktur. Denn die chinesischen Exporte sind im November den zweiten Monat in Folge gefallen - mit zunehmender Dynamik. Die Ausfuhren sanken um 8,7 Prozent im Jahresvergleich, nach 0,3 Prozent im Oktober. Der Markt hatte den Rückgang mit lediglich 2 Prozent prognostiziert. Die Importe brachen um 10,6 nach zuletzt 0,7 Prozent Minus ein.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


INFLATION: WELTWEIT STEIGEN DIE PREISE

Viele Anleger setzen deshalb auf den Aktiv verwalteten Global Inflation Protection Basket. Informieren Sie sich über die breit gestreute Auswahl an robusten Aktien & ETFs.

Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com

Eintrag hinzufügen

Erfolgreich hinzugefügt!. Zu Portfolio/Watchlist wechseln.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Kein Portfolio vorhanden. Bitte zusätzlich den Namen des neuen Portfolios angeben. Keine Watchlisten vorhanden. Bitte zusätzlich den Namen der neuen Watchlist angeben.

CHF
Hinzufügen

Wie wird sich Krypto im Jahr 2023 entwickeln? | BX Swiss TV

Das Kryptojahr 2022 brachte einige Schwierigkeiten mit sich. Wird sich der Markt im Jahr 2023 wieder etwas beruhigen? Werden Tokens nach und nach relevanter?
Diese Fragen beantwortet Dr. Torsten Dennin, CIO Asset Management Switzerland AG im Experteninterview mit David Kunz, COO der BX Swiss AG.

👉🏽 Jetzt auch auf BXplus anmelden und von exklusiven Inhalten rund um Investment & Trading profitieren!

Wie wird sich Krypto im Jahr 2023 entwickeln? | BX Swiss TV

Mini-Futures auf SMI

Typ Stop-Loss Hebel Symbol
Short 11'788.98 19.91 XSSMTU
Short 12'058.74 13.51 IQSSMU
Short 12'486.55 8.94 BVSSMU
SMI-Kurs: 11'349.39 03.02.2023 17:30:04
Long 10'865.47 18.61 MXSSMU
Long 10'629.70 13.35 A3SSMU
Long 10'201.63 8.94 EHSSMU
Die Produktdokumentation, d.h. der Prospekt und das Basisinformationsblatt (BIB), sowie Informationen zu Chancen und Risiken, finden Sie unter: https://keyinvest-ch.ubs.com

Wirtschaftsdaten

Datum Unternehmen
n/a

finanzen.net News

Datum Titel
{{ARTIKEL.NEWS.HEAD.DATUM | date : "HH:mm" }}
{{ARTIKEL.NEWS.BODY.TITEL}}

Nachrichten

  • Nachrichten zu Aktien
  • Alle Nachrichten
pagehit
Grüezi! Sie wurden auf finanzen.ch, unser Portal für Schweizer Anleger, weitergeleitet.  Zurück geht es hier.