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Geändert am: 22.09.2022 22:13:58

Nach Leitzinserhöhung durch Fed und SNB: US-Börsen geben erneut nach -- SMI und DAX schliessen mit kräftigen Verlusten -- Asiatische Indizes beenden Handel schwächer

Der heimische Aktienmarkt schloss am Donnerstag deutlich schwächer, auch der deutsche Leitindex ging tief im Minus aus dem Handel. Die US-Börsen verlieren am Donnerstag erneut. An den grössten Märkten in Fernost gaben die Kurse am Donnerstag nach.

SCHWEIZ

Der Schweizer Aktienmarkt beendete den Handelstag tief in der Verlustzone.

Der SMI fiel zum Handelsbeginn. Im Anschluss arbeitete er sich immer wieder an die Nulllinie vor - fiel aber immer wieder unter sie zurück. Gegen Nachmittag vergrösserten sich die Verluste wieder, der SMI beendete den Donnerstagshandel letztlich 1,18 Prozent schwächer bei 10'297,65 Zählern - und damit unter dem bisherigen Jahrestief von 10'350 Punkten aus dem Juni.

Die Nebenwertindizes SPI und SLI schlossen nach einem schwachen Beginn ebenfalls tiefer. So verloren 1,17 Prozent auf 13'213,40 Einheiten, bzw. 1,84 Prozent auf 1'557,72 Zähler.

Der Schweizer Aktienmarkt konnte zwischenzeitliche Gewinne am Vormittag nicht halten und schloss erneut deutlich tiefer. Damit folgte er dem schwachen Trend an den globalen Kapitalmärkten.

Der Franken hat sich gleichzeitig gegenüber beiden Leitwährungen massiv um jeweils über anderthalb Rappen abgeschwächt. Nach einem Allzeittief bei 0,9465 des Euro rückte dieser rasch auf über 96 Rappen vor und wird derzeit bei anhaltend hoher Volatilität zu 0,9607 gehandelt. Der US-Dollar erreichte kurzzeitig gar den Wert von 98 Rappen, über dem er zuletzt Anfang September notiert hatte. Aktuell werden für einen Dollar 0,9725 verlangt. In Marktkreisen wird mit Blick auf die Abwertung des Frankens auf den Zinsschritt der SNB von 0,75 Prozent verwiesen. Im Vorfeld seien an den Finanzmärkten Befürchtungen aufgekommen, dass die SNB die Zinsen gar um einen vollen Prozentpunkt anheben könnte.

Mit Blick auf die US-Notenbank heisst es in einem Kommentar der Credit Suisse, dass Fed-Chef Jerome Powells Aussagen, die Geldpolitik weiter zu verschärfen, die Sorgen um eine harte Landung der Wirtschaft erhöht hätten. Zinsen, die länger als erwartet hoch blieben, sowie der damit verbundene wirtschaftliche Abschwung dürften zudem die Aktien noch länger belasten, so die Bank.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt erlitt am Donnerstag Verluste.

Der DAX sackte zur Eröffnung ab und konnte einen kurzen Ausflug in den grünen Bereich nicht halten. Im späten Handel vergrösserten sich die Verluste dann wieder. Letztlich betrugen diese 1,84 Prozent bei einem Schlusskurs von 12'531,63 Punkten.

Die dritte starke Leitzinserhöhung in den Vereinigten Staaten in Folge sowie die düsteren Aussagen der US-Notenbank Fed zur weiteren Entwicklung haben den deutschen Aktienmarkt belastet.

Mit dem starken Kursrückgang am Donnerstag steht im DAX ein weiterer Test der runden Marke von 12'500 Punkten an, die im März und Juli bereits als Unterstützung gedient hatte. Anfang Juli war der DAX zeitweise deutlich unter diese Marke gefallen und bis auf das Jahrestief von 12'390 Punkte abgerutscht. Dieses könnte jetzt wieder in den Fokus rücken. Bisher sieht es aber so aus, als ob die Marke von 12'500 Zählern hält. Wegen des Kriegs in der Ukraine, der hohen Inflation, den deswegen stark steigenden Leitzinsen und der Sorge vor einer Rezession büsste der DAX im bisherigen Jahresverlauf mehr als ein Fünftel ein.

Nach der Fed-Entscheidung, die Zinsen zum dritten Mal in Folge um 0,75 Prozentpunkte anzuheben, kommen vom US-Aktienmarkt eindeutig negative Signale. An der Wall Street sanken auch am Donnerstag die Kurse. Die Anleger sorgten sich mehr und mehr vor einer "harten Landung", hiess es bei der Credit Suisse. Für Aufmerksamkeit hätten insbesondere aktuelle Daten zu den prognostizierten künftigen Zinssätzen ("Fed Dot-Plots") gesorgt, die mit einem Zinshoch von 4,6 Prozent in 2023 über den Markterwartungen lägen.

WALL STREET Die US-Börsen zeigten sich nach einem stabilen Auftakt mit Verlusten.

Der Dow Jones konnte die zwischenzeitlich unterschrittene 30'000-Punkte-Marke zurückerobern, am Ende stand ein Minus von 0,36 Prozent auf 30'076,09 Punkte. Der technologielastige NASDAQ Composite gab daneben 1,37 Prozent auf 11'066,81 Indexpunkte nach.

Besonders zinssensible Aktien belastete die kräftige Leitzinserhöhung der US-Notenbank Fed, die den Leitzins am Vorabend erwartungsgemäss um 75 Basispunkte erhöht hatte. Sorgen bereitete den Anlegern die offenkundige Bereitschaft der Fed, im Kampf gegen die Teuerung auch eine Rezession in Kauf zu nehmen.

"Die Börsianer haben vom gestrigen Fed-Meeting vor allem eine Botschaft mitgenommen: Es wird noch schlimmer, bevor es besser wird", schrieb Thomas Altmann, Marktanalyst bei QC Partners. Kurzfristig führe der Zinspfad steil nach oben. In seinen Augen dürfte sich die Situation erst im kommenden Jahr wieder normalisieren.

Fed-Chef Jerome Powell werde die Zinspolitik weiter straffen, bis die Teuerung nachlasse, schrieben die Experten der Credit Suisse. Das befeuere Sorgen vor einer "harten Landung" der US-Konjunktur. Die Zinsschritte dürften laut den Experten noch eine Weile hoch bleiben. Das belaste die Aktien auch in Zukunft.

ASIEN

Am Donnerstag zeigten sich die asiatischen Börsen leichter.

Der japanische Index Nikkei schloss in Tokio um 0,58 Prozent tiefer bei 27'153,83 Punkten. Hier hatte sich das Minus im Verlauf leicht verringert, nachdem die japanische Notenbank ihren ultraexpansiven Kurs unverändert bestätigt hat.

Auf dem chinesischen Festland ging der Shanghai Composite mit einem Abschlag von 0,27 Prozent bei 3'108,91 Stellen aus dem Handel. In Hongkong fiel der Hang Seng letztlich um deutliche 1,61 Prozent ins Minus auf 18'147,95 Zähler. Im Verlauf markierte er gar ein neues Sechsmonatstief.

Nach der volatilen Reaktion der Wall Street mit letztlich deutlich negativem Ausgang auf die Zinserhöhung und insbesondere Zinsprognosen der US-Notenbank am Mittwoch, ging es am Tag darauf auch an den asiatischen Börsen nach unten. Während die Zinserhöhung mit 75 Basispunkten wie erwartet ausgefallen war, prognostizierten die Notenbanker für die nächste Zeit weitere aggressivere Leitzinserhöhungen als dies am Markt bislang erwartet worden war. Dazu bemerkte Fed-Chef Powell einmal mehr, dass der Kampf gegen die Inflation nicht ohne Schmerzen für die Wirtschaft möglich sei und dass die Chancen für eine weiche Landung schlechter geworden seien.

Die Analysten von China Industrial Securities International rechneten zunächst mit anhaltendem Druck auf die Märkte. Das Umfeld dürfte von Risikoscheu geprägt bleiben angesichts der drohenden Rezession und auch mit Blick auf die Eskalation im russischen Angriffskrieg auf die Ukraine.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


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Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com


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