Karriere-Tipp 26.09.2022 23:03:00

Zu gut für den Job - Wann sind Bewerber und Mitarbeiter überqualifiziert?

Zu gut für den Job - Wann sind Bewerber und Mitarbeiter überqualifiziert?

Je nach Qualifikation kommen für Arbeitnehmer unterschiedliche Jobs in Frage. Manchmal kommt es vor, dass Bewerber oder Mitarbeiter sich für eine Stelle bewerben, für die sie eigentlich überqualifiziert sind. Das kann Folgen für Karriere und Psyche haben - positiv und negativ.

Viele Dinge können im Berufsleben Schritt für Schritt nachgeholt werden. Zu geringe Qualifikationen, mangelnde Erfahrung oder fehlende Teamfähigkeit, all das kann man sich mit der Zeit, mehr oder weniger einfach, aneignen. Eine zu hohe Qualifikation lässt sich hingegen nicht einfach so ändern. Für die einen mag das einen Schritt zurück bedeuten, für die anderen kann solch eine Stelle hingegen ein Glücksgriff sein.

Wann sind Bewerber und Mitarbeiter überqualifiziert?

Warum sich Menschen auf einen Job bewerben, für den sie eigentlich überqualifiziert sind, kann verschiedene Gründe haben. Manchen Menschen ist beispielsweise gar nicht bewusst, dass sie für diesen Job eigentlich überqualifiziert sind, aber sind froh, endlich eine Stelle gefunden zu haben.

In anderen Fällen können aber auch ganz andere Gründe vorliegen, warum sich ein Bewerber für eine Stelle bewirbt, für die er eigentlich überqualifiziert ist. So beispielsweise der Fall, wenn die Stellenausschreibung falsch gelesen oder interpretiert wird.

Bei Arbeitgebern können in solchen Fällen teils falsche Bilder entstehen. Ist der Bewerber schon so verzweifelt, dass er jeden Job machen würde? Kündigt er vielleicht, sobald er eine bessere Stelle gefunden hat? Wird sich der potenzielle Mitarbeiter bei diesen Aufgaben nicht langweilen und auf Dauer unzufrieden werden?

Diese und noch viel mehr Fragen könnten sich Arbeitgeber in diesen Fällen stellen.

Ist es wirklich schlecht, zu gut zu sein?

Aus Sicht des Unternehmens sind die oben genannten Bedenken erst einmal gerechtfertigt. Für Bewerber heisst es dann, gegen diese Vorurteile anzugehen, um zu zeigen, dass man auf diesen Job wirklich Lust hat und motiviert ist.

Kommt es in einem Bewerbungsgespräch tatsächlich zur Situation, dass der Personaler sagt, man sei überqualifiziert, ist das erst einmal ein Zeichen zur Verhandlungsbereitschaft. Wäre das nicht der Fall, könnte er auch einfach eine Absage erteilen und das Thema wäre für ihn vom Tisch.

Nun kommt es darauf an, herauszufinden, was das Gegenüber eigentlich erwartet. Oftmals ist die Bereitschaft für Kompromisse dann hilfreich. Ein Punkt könnte sein, mit den eigenen Gehaltsvorstellungen ein Stück herunterzugehen. Hier sollten fünf bis zehn Prozent das Äusserste sein, wie karrierebibel.de schreibt.

Ausserdem sollten Bewerber deutlich machen, dass es sich bei diesem Job um den absoluten Traumjob handelt. Auch die Argumentation, eine Stelle mit weniger Verantwortung zu suchen, könnte bei manchen Verhandlungen hilfreich sein.

Einstiegschance nutzen auch bei Überqualifizierung

Wie bereits erwähnt, kann es in manchen Fällen Sinn machen, sich für eine Stelle in seinem Wunschunternehmen zu bewerben, für die man eigentlich überqualifiziert ist. Vor allem wenn die Anzahl an Konkurrenten für einen bestimmten Berufszweig besonders hoch ist, sollten sich junge Bewerber mit wenig Erfahrung überlegen, einen Job anzunehmen, um sich dann auf die eigene Wunschposition hochzuarbeiten. Sie sollten dabei aber beachten, auch reelle Aufstiegschancen zu haben, sonst könnte diese Stelle dem eigenen Lebenslauf eher schaden als helfen.

Redaktion finanzen.ch


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