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"Altes" Gold 23.09.2022 22:12:00

Trotz Sanktionen: Schweizer Goldimporte aus Russland im August so hoch wie zuletzt im April 2020

Trotz Sanktionen: Schweizer Goldimporte aus Russland im August so hoch wie zuletzt im April 2020

Zwar erliess die Eidgenossenschaft erst Anfang August weitere Sanktionen gegen Russland, die den Goldhandel betrafen, trotzdem wurde im August so viel russisches Gold in die Schweiz geschifft wie zuletzt im April 2020.

• Kauf, Einfuhr und Transport von russischem Gold in der Schweiz verboten
• Schweiz erhält im August fast 5,7 Tonnen "altes" Gold aus Russland
• Umschmelzen in Schweizer Raffinerien?

Neue Sanktionen gegen Russland

Erst Anfang August setzte die Schweiz Sanktionen gegen Russland um, die den Goldhandel zwischen den beiden Ländern betreffen. So ist es in der Eidgenossenschaft seit dem 3. August um 18 Uhr verboten, Gold des weltweit zweitgrössten Goldförderers zu kaufen, einzuführen oder zu transportieren. Auch Dienstleistungen, die im Zusammenhang mit russischem Gold stehen, werden durch die Massnahmen verhindert, die als weitere Reaktion auf den seit Februar bestehenden Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine umgesetzt wurden.

Fast 5,7 Tonnen russisches Gold fanden im August den Weg in die Schweiz

Dennoch stiegen die Importe von russischem Gold im August auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren, wie das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) vor wenigen Tagen mitteilte. So wurden im vergangenen Monat insgesamt 5‘676 Kilogramm Gold in die Eidgenossenschaft eingeführt, das ursprünglich aus Russland stammte. Dies entsprach einem Wert von 312 Millionen Franken, so die Behörde.

Keine Sanktionen verletzt

Gegen die bestehenden Sanktionen verstiessen die Importe jedoch nicht. "Die Goldeinfuhren erfüllen die zum Zeitpunkt des Imports im August geltenden Auflagen", heisst es in der Mitteilung des BAZG. So wurde das gelbe Edelmetall nicht über Russland direkt, sondern über Grossbritannien eingeführt. Die Daten des heimischen Zolls zeigen dabei nur den letzten Ort, an dem der Rohstoff raffiniert wurde, nicht aber den Ort, von dem aus es verschifft wurde. Damit fallen Goldbarren, die vor dem 4. August aus Russland exportiert wurden, nicht unter das Einfuhrverbot der Eidgenossenschaft, wie die Nachrichtenagentur "Bloomberg" berichtete.

Reaktion auf stigmatisierte Goldbarren?

Angaben der Agentur zufolge könne es sich für Anleger lohnen, alte russische Goldbestände in Schweizer Raffinerien umzuschmelzen, um deren russische Herkunft zu verschleiern, was wiederum einen Verkauf vereinfachen könne. Zwar wechsle Gold aus Russland, das vor Beginn des Krieges raffiniert wurde, in grossen Handelszentren - darunter London und auch Zürich - nach wie vor den Besitzer, sei aber mit einem "Stigma" behaftet.

Schweiz übertrifft Russland bei Gold-Exporten nach China

Auch nach China werden nach wie vor Goldbestände aus Russland transportiert, wenn auch zu geringen Anteilen, wie es bei Bloomberg weiter heisst. Mit 0,3 Tonnen aus Russland kaufte die Volksrepublik im August damit nur einen Bruchteil der gesamten Goldimporte über 182 Tonnen. Knapp 37 Tonnen Gold wurden im selben Monat laut "Reuters" ausserdem aus der Schweiz an China exportiert. Noch im Juli wurde mit 80,1 Tonnen des Edelmetalls, die von der Eidgenossenschaft an das Reich der Mitte verschifft wurden, ein Exporthoch seit Dezember 2016 erreicht.

Russland hofft auf Asien als Abnehmer für Öl

Mit weiteren Sanktionen gegen das Angriffsland dürfte sich der Kreml dafür mit seinem Ölgeschäft vermehrt auf den asiatischen Markt konzentrieren, wie Bloomberg mutmasst. Bereits seit Kriegbeginn sollen Asien und der Nahe Osten einen grösseren Anteil russischer Treibstoffe angenommen, die nicht mehr oder nur noch eingeschränkt nach Europa geliefert wurden, wie auf Daten von S&P Global Commodities at Sea zurückgeht. Recherchen der US-Grossbank Morgan Stanley zufolge sollen Indien und China im vergangenen Monat 2,7 Millionen Barrel russisches Öl abgenommen haben - 54 Prozent mehr als noch im August 2021.

Redaktion finanzen.ch


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