Knock-Outs

Knock-Outs gehören zu den Strukturierten Produkten. Da sie zu den gehebelten Anlagemöglichkeiten zählen, bieten sie hohe Renditechancen, auf der Gegenseite steht jedoch ein nicht zu unterschätzendes Verlustrisiko.

Was sind Knock-Outs?

Knock-Outs beziehen sich immer auf einen Basiswert, dies kann ein Index, eine Aktie oder auch ein Währungspaar sein. Um überproportional an der Kursentwicklung teilhaben zu können, werden Knock-Outs gehebelt. Knock-Outs werden mit Kauf- (Call, Long, Bull) oder Verkauf (Put, Short, Bear)-Optionen angeboten. Ihren Namen verdanken sie der sogenannten "Knock-Out-Schwelle". Wird diese Linie erreicht, über- oder unterschritten verfällt das Papier unverzüglich. Emittenten bieten Knock-Outs mit und ohne Laufzeitbegrenzung an, wobei letztere in regelmässigen Abständen angepasst werden. Da diese Produkte das Risiko eines Totalverlustes in sich bergen, werden auch Papiere mit Stop-Loss-Schwelle angeboten. Die Stop-Loss-Linie befindet sich in der Regel zwischen dem Preis des Basiswertes und der Knock-Out-Schwelle und verhindert somit, dass es zum Knock-Out kommt.

 

 

Wie funktionieren Knock-Outs?

Die Funktionsweise von Knock-Outs lässt sich am besten an einem Beispiel erklären:
In diesem Fall wird als Basiswert die Novartis-Aktie gesetzt, mit einem beispielhaften Wert von 75 CHF. Ein Anleger kauft ein Knock-Out-Papier auf diese Aktie für 15 CHF. Der Emittent hat den Basiswert (Novartis-Aktie) auf 65 CHF festgesetzt mit einem Hebel von 2,5. Um einen Totalverlust zu vermeiden, ist eine Stop-Loss-Schwelle bei 70 CHF im Papier enthalten.
Sollte der Kurs der Novartis-Aktie nun unter 65 CHF fallen, entstünde theoretisch ein Totalverlust für den Investor. Da jedoch die Stop-Loss-Schwelle bei 70 CHF greift, bekommt der Anleger noch einen Restwert von 5,00 CHF vom Emittenten ausbezahlt.
Sollte die Novartis-Aktie jedoch auf 85 CHF steigen, klettert der Wert des Knock-Outs auf 20 CHF. Prozentual hätte der Anleger mit dem Knock-Out also 33 Prozent Gewinn gemacht, während die Novartis-Aktie selbst um lediglich rund 13 Prozent gestiegen ist.

Wie und wo werden Knock-Outs gehandelt?

Knock-Outs werden vom Emittenten angeboten und meist ausserbörslich über Derivate-Plattformen gehandelt. Die Handelszeiten sind in der Regel von 8.00 bis 22.00 Uhr.

Vor- und Nachteile von Knock-Outs

Knock-Outs zählen zu den hochspekulativen Finanzprodukten. Durch nur kurzfristige Ausschläge nach oben oder unten kann die Knock-Out-Schwelle bereits berührt und das Papier somit wertlos werden - es droht sogar der Totalverlust. Hinzu kommt das Emittenten-Risiko, da Knock-Outs von Banken und Wertpapierhandelshäusern angeboten werden. Geht der Emittent insolvent, sind auch die Investments in Knock-Outs verloren. Im Gegensatz zur Geldanlage in Aktien hat der Anleger weder Mitspracherecht, noch kann er auf die Ausschüttung einer Dividende hoffen.

Doch hohes Risiko birgt auch hohe Chancen: Mit Knock-Outs können in steigenden sowie fallenden Märkten Gewinne eingefahren werden. Durch die Hebelwirkung können ausserdem hohe Renditen erzielt werden. Des Weiteren können Knock-Outs mit geringem Einsatz gehandelt werden, da der Preis des Basiswerts in der Regel deutlich höher ist.

 

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